Echte Messwerte

Wie schnell sieht das System eine Lastspitze?

Ein 6-kW-Heizstab erzeugte einen klaren Lastsprung. Zusätzlich wurden die internen VE.Bus-Werte mit dem daraus erzeugten virtuellen D-Bus-Netzzähler verglichen.

Versuch 1: 6-kW-Lastsprung

Aufbau

Der Heizstab wurde dreimal ein- und ausgeschaltet. Ein lokaler Logger zeichnete Verbrauch und Netzbezug direkt am Energiesystem auf. Gemessen wurde vom Schaltbefehl bis zur sichtbaren Leistungsänderung.

Heizstab schalten
→ dreiphasige Leistung beobachten
→ Zeit bis zum erkannten Sprung messen

Ergebnis

Median EIN2,03 s
Median AUS2,51 s
Lastsprungrund 6 kW
Wiederholungen3

Die drei Wiederholungen

Messung 1

EIN2,07 s
AUS1,51 s
Verbrauchsspitze7,55 kW

Messung 2

EIN2,03 s
AUS2,51 s
Verbrauchsspitze7,85 kW

Messung 3

EIN1,99 s
AUS2,53 s
Verbrauchsspitze7,41 kW

Versuch 2: virtueller D-Bus-Netzzähler

Gepaarte Phasenwerte338

Original- und Spiegelwerte wurden zeitlich einander zugeordnet.

Median Zusatzlatenz25,1 ms

Zusätzliche Zeit vom VE.Bus-Wert bis zum virtuellen Gridmeter.

Maximum im Test73,9 ms

Kein gepaartes Ereignis lag über 100 Millisekunden.

Einordnung: Die eigentliche Datenbereitstellung benötigt etwa ein bis zwei Sekunden. Die D-Bus-Spiegelung selbst fügt nur wenige Millisekunden hinzu und ist nicht der Flaschenhals.

Was daraus folgt

Victron-Regelung

Der virtuelle Gridmeter ist schnell genug, damit ESS und System-Importlimit nahe an den ursprünglichen VE.Bus-Messwerten arbeiten können.

Home-Assistant-Regelung

Für ein 15-Minuten-Budget sind Reaktionszeiten im Sekundenbereich ausreichend. Entscheidend ist, hohe Lasten nicht mehrere Minuten ungebremst parallel laufen zu lassen.

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